Doppelt Silber für Hessen – Damen und Herren werden Deutsche Vizemeister




Mit den Deutschen Meisterschaften der Ländermannschaften ist am vergangenen Wochenende vom 15. - 16.08.2026 im brandenburgischen Wildau die diesjährige Serie der Deutschen Meisterschaften zu Ende gegangen. Für den Hessischen Kegel- und Bowlingverband hätte der Abschluss kaum erfolgreicher verlaufen können: Sowohl die Damen als auch die Herren sicherten sich nach zwei spannenden Wettkampftagen die Silbermedaille und dürfen sich Deutsche Vizemeister 2026 nennen.
Bei den Deutschen Meisterschaften der Ländermannschaften treten die besten Bowlingspielerinnen und Bowlingspieler der jeweiligen Landesverbände gemeinsam für ihr Bundesland an. In diesem Jahr kamen im A10 Bowling in Wildau zwölf Damen- und 14 Herrenteams aus ganz Deutschland zusammen, um die Deutschen Meistertitel auszuspielen.
Gespielt wurde getrennt nach Damen und Herren im Modus „Jeder gegen Jeden“ und im Baker-System, bei dem die Spielerinnen und Spieler einer Mannschaft gemeinsam ein Spiel absolvieren und sich innerhalb eines Spiels abwechseln. Aufgrund der unterschiedlichen Anzahl der teilnehmenden Landesverbände wurden die Begegnungen bei den Damen nach amerikanischer, bei den Herren nach europäischer Spielweise ausgetragen.
Wie gewohnt entwickelte sich über beide Wettkampftage ein intensiver, aber jederzeit fairer Wettbewerb um jeden einzelnen Punkt.
Hessische Damen übernehmen am ersten Tag die Führung
Für Hessen gingen bei den Damen Claudia Winternheimer, Alexandra Filor, Michaela Göbel-Janka, Kerstin Trebes, Uta König und Nadine Meier an den Start.
Bereits am ersten Wettkampftag zeigte die hessische Auswahl, dass mit ihr im Kampf um den Titel zu rechnen sein würde. Nach den ersten beiden Blöcken stand Hessen mit 42 Punkten an der Tabellenspitze und hatte sich einen Vorsprung von sechs Punkten auf das Team aus Berlin erarbeitet.
Damit gingen die Hessinnen aus einer hervorragenden Ausgangsposition in den entscheidenden zweiten Wettkampftag.
Am Sonntag tat sich das Team allerdings etwas schwerer, an die starken Leistungen des Vortages anzuknüpfen. Insbesondere in der Begegnung gegen Brandenburg konnten lediglich zwei Punkte eingefahren werden. Berlin nutzte die Gelegenheit, verkürzte den Rückstand Schritt für Schritt und konnte im weiteren Verlauf schließlich an Hessen vorbeiziehen.
Am Ende fehlten den Hessinnen lediglich zwei Punkte zum Deutschen Meistertitel.
Die Enttäuschung über den knapp verpassten ersten Platz dürfte dennoch schnell der Freude über eine erneut herausragende Leistung gewichen sein: Die hessische Damenmannschaft krönt sich wiederholt zum Deutschen Vizemeister.
Neuer Weg bei den Herren wird direkt mit Silber belohnt
Bei den Herren vertraten Dennis Grünheid, Oliver Morig, Patrick Ewald, Marius Meurer, Mike Mank und Maximilian Stane die hessischen Farben.
Dabei ging der Landesverband Hessen in diesem Jahr erstmals einen neuen Weg bei der Zusammenstellung der Mannschaft. Anders als in der Vergangenheit wurde das Startrecht für die Deutsche Meisterschaft nicht über den Hessischen Vereinspokal an dessen Siegermannschaft vergeben. Stattdessen stellte der Landesverband eine eigene Auswahlmannschaft zusammen.
Eine Entscheidung, die sich bereits bei ihrer ersten Umsetzung auszahlen sollte.
Nach den ersten beiden Blöcken lag Titelverteidiger Bayern mit 31 Punkten an der Spitze – unmittelbar dahinter folgte Hessen mit 30 Punkten. Damit war bereits nach dem ersten Tag klar: Im Kampf um den Deutschen Meistertitel war noch alles möglich.
Auch am Sonntag präsentierte sich die hessische Auswahl stark. Nach einem überzeugenden dritten Block verteidigte das Team seinen zweiten Tabellenplatz und hielt den Druck auf Bayern bis zum allerletzten Spiel aufrecht.
Titelentscheidung fällt erst in den letzten Würfen
Wie eng diese Deutsche Meisterschaft tatsächlich war, zeigte sich schließlich in der letzten Begegnung.
Während Hessen seine Spiele absolviert hatte, musste Tabellenführer und Titelverteidiger Bayern noch gegen Berlin antreten. Die Konstellation war klar: Ein weiterer Punktverlust der Bayern hätte Hessen noch die Möglichkeit eröffnet, den Deutschen Meistertitel zu übernehmen. Und tatsächlich wurde es noch einmal äußerst knapp.
Erst mit den letzten Würfen der Begegnung fiel die endgültige Entscheidung. Ein nicht gesetzter Strike verhinderte letztlich den für Hessen notwendigen Ausgang – Bayern brachte den Vorsprung denkbar knapp über die Ziellinie.
Mit 41 Punkten sicherte sich Bayern erneut den Deutschen Meistertitel. Nur einen einzigen Punkt dahinter beendete Hessen die Meisterschaft mit 40 Punkten auf Platz zwei.
Damit durfte wenig später auch die hessische Herrenmannschaft die Silbermedaille entgegennehmen.
Zweimal Silber für Team Hessen
Am Ende eines intensiven Wochenendes steht damit ein bemerkenswertes Ergebnis für den hessischen Bowlingsport:
Deutsche Vizemeisterinnen bei den Damen.
Deutsche Vizemeister bei den Herren.
Zwei Mannschaften, zwei Silbermedaillen und zweimal der Beweis, dass Hessen im bundesweiten Vergleich zu den stärksten Landesverbänden gehört.
Besonders erfreulich ist dabei nicht nur das Ergebnis selbst. Während die Damen erneut ihre hohe Konstanz auf nationaler Ebene unter Beweis stellten, wurde bei den Herren der neu eingeschlagene Weg bei der Mannschaftszusammenstellung bereits bei der ersten Deutschen Meisterschaft mit dem Vizemeistertitel belohnt.
Die Sektion Bowling des HKBV gratuliert allen Spielerinnen und Spielern sowie den Verantwortlichen des Team Hessen herzlich zu dieser hervorragenden Leistung.
Ebenso gehen unsere Glückwünsche an die Deutschen Meister sowie an alle weiteren Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner der diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Ländermannschaften.
Herzlichen Glückwunsch, Team Hessen – zweimal Deutscher Vizemeister 2026!




























































































































